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Die Coaching-Hunde

Warum und wie sie helfen können

Sie haben vielleicht schon vom Equi-Coaching gehört, dem Coaching und Führungstraining mit Pferden. Der Unterschied zwischen der Arbeit mit Coaching-Hunden und den Pferden ist, nebst einer einfacheren Logistik, die Natur der beiden Tierarten: das Pferd ist ein Flucht- und Herdentier. Der Hund ist hingegen ein sozial lebender Individualist und entsprechend dem Menschen näher in den Verhaltensweisen. Es sind also zwei verschiedene Herangehensweisen, die je nach Thematik ihre Vor- und Nachteile haben.

Die Interaktion mit dem Hund hilft uns, unsere eigenen Verhaltensweisen und deren Einfluss auf unser Umfeld zu verstehen.

Und warum funktioniert das?

Unsere Haushunde haben über tausende von Jahren gelernt, das menschliche Verhalten zu lesen und zu interpretieren. Der Hund ist bei weitem kein Wolf mehr, sondern hat sich mit dem Menschen zusammen weiterentwickelt. Er hat eine enorme Fähigkeit, unsere non-verbale Sprache aufzunehmen und zu deuten und auch hinter die Kulisse der Stimme zu "schauen".

Die Individualität eines Hundes setzt sich wie die eines Menschen aus verschiedenen Komponenten zusammen:  die Herkunft und Genetik, das Umfeld, in dem er aufwächst, die gesammelten Erfahrungen in den verschiedensten Situationen und dann noch die ganz eigene Individualität.

Bei den Hunden finden Sie wie bei den Menschen die verschiedensten Typen: die Introvertierten, Extrovertierten, solche die unbefangen auf alles zugehen und solche, die eher zögern und zuerst mal vorsichtig an die Sache ran gehen. Es gibt Workaholics und solche, die ganz gut ohne Arbeit leben können. Und es gibt auch bei den Hunden die, die immerzu zu provozieren scheinen, und andere, die jedem Konflikt aus dem Weg gehen (die Gründe für ständige Provokationen sind übrigens fast identisch wie bei den Menschen). Und genau in dieser Vielfältigkeit der Charaktere und den Ähnlichkeiten mit den Menschen liegt die Stärke des hundegestützten Trainings / Coachings.

In einer Konfliktsituation kann die Präsenz eines Coaching-Hundes bereits viel in Gang bringen, Spannungen auflösen und den Veränderungsprozess beschleunigen. Und auch in etlichen anderen Bereichen hilft der Hund, den Menschen auf der emotionalen Ebene zu erreichen und so die Trainingsansätze nachhaltiger wirken zu lassen.

Sind Coaching-Hunde spezielle Hunde?

Besonders gut kann man mit ausdrucksstarken Hunden mit ausgeprägter Mimik und Körpersprache arbeiten. Im Gegensatz zu Therapiehunden zum Beispiel, sind durchaus auch etwas hibbelige oder zurückhaltende Hunde geeignet, je nach Thema und Situation. Wichtig ist selbstverständlich, dass der Hund in gesundheitlicher Topform ist und über Charakterstärke verfügt. Er muss zudem ein gutes Nervenkostüm haben und in seinem Verhalten stabil sein, ohne Aggressivität dem Menschen gegenüber, aber dennoch mit seinem eigenen Charakter.

Das Allerwichtigste ist die Fähigkeit des zweibeinigen Trainers, die kleinsten Zeichen und Feinheiten im Verhalten des Hundes zu lesen und in der Interaktion mit dem Menschen zu deuten. Der Trainer / Coach muss seine Coachinghunde in- und auswendig kennen.

Ist diese Arbeit nicht Stress für den Hund?

Es ist die Verantwortung des Trainers / Coachs, den vierbeinigen Coachingpartner nicht zu überfordern, Stress-Situationen zu vermeiden und mögliche Stress-Signale sofort zu erkennen. Der Hund wird in Trainingssituationen nie alleine gelassen, sämtliche Übungen werden angeleitet. Zudem gibt es genügend Pausen und Ruhephasen. Die Hunde werden gut auf ihren Job vorbereitet und lernen in ihrem Training, auch bei Ablenkung zu relaxen.

Wann und wie werden die Coaching-Hunde eingesetzt?

Vor allem bei den Mental-Timeouts und Mentalseminaren für Firmen. Aber auch in Vorträgen und Workshops. In einem Vorgespräch wird abgeklärt, ob der Einsatz eines vierbeinigen Partners Sinn macht. Zudem klären wir den Rahmen und die Themen ab, bei denen der Coaching-Hund zum Einsatz kommt.

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