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Die Geschichte hinter kynomental

Der Weg: steinig, schmerzhaft und unendlich lehrreich!

Sie werden sich vielleicht fragen: was hat denn Hundeverhalten mit Mentaltraining zu tun? Weshalb arbeitet kynomental in diesen beiden Bereichen? Und wie kann man sich in beidem spezialisieren?

Es war nicht plötzlich eine Idee, es war vielmehr ein Weg, und am Anfang war alles normal:

mit 20 begann ich, mich intensiv für die menschliche Psychologie zu interessieren. Ich wollte wissen, weshalb Menschen so oder anders handeln und dies und jenes tun. Erst nach einer soliden kaufmännischen Ausbildung, den beruflichen Anfangsjahren in Buchhaltung und Verkaufsinnendienst und mehreren Jahren in der Romandie als Customer Service Manager, machte ich 2005/2006  die Ausbildung zur Mentaltrainerin. Bis dahin war ich bereits mit meinen eigenen Hunden im Sport aktiv. Soweit ein ganz normaler Werdegang.

Und dann kamen die Praxistests im Mentaltraining:

was zwei Monate nach Abschluss der Mentaltrainer-Ausbildung auf mich zukam, war mehr als ein Hund für die Freizeit. Es war eine Herausforderung im Alltag: ein Hund mit grössten Verhaltensproblemen. Der mit 13 Monaten von einer Pflegestelle übernommene Malinois-Rüde zeigte stark reaktives aggressives Verhalten und umgelenkte Aggression. Das heisst, er hat mich ein paar Mal übel gebissen. Und er packte alles, was sich ihm in den Weg stellte. Dazu kam ein Jagdtrieb, der extrem schwierig zu kanalisieren war. Das letztere war das geringste Übel. Weshalb so einen Hund behalten? Gute und berechtigte Frage. Ich kann darauf keine Antwort geben.

Dann begann also das praktische Umsetzen des während Monaten Gelernten in der mentalen Ausbildung. Denn Seed brachte mich täglich an und über meine Grenzen, schliesslich hatte ich ja noch mein normales Leben zu führen. Und dieses « normale » Leben war meine Arbeit als Diensthundeführerin (2007 - 2010). Ich hatte diese Arbeitsveränderung gewählt, um die notwendige Flexibilität für den Aufbau meiner Selbständigkeit als Mentaltrainerin zu haben. Denn mein zweiter Vierbeiner, eine Malinois-Hündin, hatte alle Voraussetzungen für einen tollen Diensthund.

Die tägliche Herausforderung mit Seed war also einerseits das Training seines Verhaltens selber (damals war die Verhaltensforschung auf diesem Gebiet noch in den Kinderschuhen), andererseits das ganze Umfeld: Konflikte mit der Umwelt, mit Behörden, mit mir selber, da ich mich immer wieder fragte, wie ich das Ganze in den Griff bekommen konnte.
So haben sich über sieben harte und herausfordernde Jahre die beiden Spezialisierungszweige herausgebildet und entwickelt: einerseits das fundierte, in der Praxis gelebte mentale Training, andererseits der Bereich des Hundeverhaltens.

Ich lernte, die kleinsten Zeichen in der Körpersprache meines Hundes zu erkennen und mit dem Verhalten zu arbeiten. Da ich Gewalt damals schon ablehnte und die herkömmlichen Methoden überhaupt nichts brachten, musste ich eigene Wege finden, um mit Seed klarzukommen. Und... und für das bin ich heute mehr als dankbar: diese harten Jahre gaben mir ein tiefes praktisches Verständnis für die menschliche mentale Funktionsweise, die Emotionen und den Umgang mit Krisen, permanentem Druck und Stress.

Mit weit mehr als zehntausend Stunden an Erfahrung und Praxis im Mentaltraining und im Verhaltenstraining, können meine Kundinnen und Kunden auf Professionalität, Kompetenz und Freude am Beruf zählen.

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